Tag 0, Geburt

Am internationalen und galaktischen Star-Wars Tag, wurde ich von der dunklen Seite der Macht (dunkel war es zumindest 9 Monate lang) zur hellen gezogen und dies ausgerechnet durch einen Jedi der dunklen Seite, zumindest war er dunkel farben. 🦄

Da ich per Kaiserschnitt auf die helle Seite gezogen wurde, konnte ich mir meinen persönlichen Termin nicht aussuchen. Meine Eltern sind nach Schongau ins Krankenhaus gefahren. Sie hatten die Wahl zwischen Starnberg wo ca. 3500 Kinder im Jahr zur Welt kommen (an dem Wochenende als ich auf die Welt kam, waren es in Schongau 4, am Freitag (meinem Geburtstag) nur ich allein, in Starnberg 40).

Weilheim wo mein Papa auf die Welt kam, hatte zu diesem Zeitpunkt keine Geburtsstation, also mussten meine Eltern wählen.

So wurde in Absprache mit dem lieben Dr. Anikwe der Kaiserschnitt Termin für den 04.05.2018 vormittags festgesetzt. Der „internationale Star-Wars“ Tag, war hierbei nur ein Zufall. Wobei mitunter die ersten Worte meines Papa an mich „Möge die Macht mit dir sein“ waren. 😉

Am Freitag in der Früh fuhren wir von uns zuhause nach Schongau, da wir um 07:00 dort sein sollten. Meine Eltern haben sich für das „Mama-Kind-Papa“ Zimmer entschieden, da Sie fanden es wäre besser die ersten Tage doch allein zu sein und nicht eventuell mit einer Bett-nachbarin die dauernd Besuch bekommt. Die Entscheidung war doch richtig, auch wenn es kein W-Lan (was ja uur wichtig ist) gab und der Preis fürs Zimmer glaub ich sehr hoch war. Nichtsdestotrotz waren wir von Freitag bis Dienstag früh in diesem Zimmer, wobei mein Papa am Samstag Mittag, sowie Montag Mittag wieder heim gefahren ist und jeweils am Folgetag wieder gekommen.

Der geplante Zeitpunkt der Geburt verzögerte sich um ca. 90 Minuten und ich war wenigsten im Bauch meiner Mama mit dieser im OP-Raum umgeben von Menschen, also war es nicht so schlimm.

Mein Papa wartete 90 Minuten im Gang, hörte Musik und zufällig war das zweite Lied „Waiting for a Miracle“ er bekam von ner freundlichen OP-Schwester irgendwann mal nen Kaffee, völlig nervös und nichtsahnend was los ist.

Irgendwann hatte wohl ein Arzt Erbarmen mit ihm und er durfte in die Umkleide um sich für die OP fertig zu machen, nach einem kurzen weitern Gewarte, was mein Papa ja über alles mag, wurde er von der Hebamme (Emma rückwärts ist Amme) geholt und als er die Schwelle zum OP betrat, war er absolut cool. Meine Mama war von der Brust mit einem Tuch bedeckt und mein Papa sass am Kopfende meiner Mama. Es wuselten wohl, mit meinem dunklen übergelaufenen Jedi, ca. 10 Leute im OP. Was die alles am Bauch meiner Mama machten, kann ich nicht sagen, da ich ja sekundenspäter, aus meiner Dunkelwohlfühlvollpensionskammer gerissen wurde.

Natürlich schrie ich erstmal (ich wusste bis zu diesem Moment zwar gar nicht, dass ich das kann), aber ich schrie. Meinem Papa (auch wenn er dies nicht zugibt) sind bei meinem Schrei ein paar Tränen die Backe untergekullert, dies habe ich ganz genau gesehen! Ich wurde dann von der Hebamme gepackt, mein Papa kam mit und wurde kurz untersucht auf einem Nebentisch, da wohl alles in Ordnung war, bekam ich einen Kuss von dem kratzigen irgendwas, der vorher kurz geweint hat. Ich wurde dann wieder in diesem hellen Raum, der von Schwerkraft nur strotze und für mich völlig eine andere Welt auf einmal war, rumgetragen, diesmal zu meiner Mama. Dort auf der Brust verweilte ich ca. 5 Minuten bis ich auf dem Arm meines Papa zur Hebammen-Station getragen wurde und dort das erste Foto von mir entstand, eine halbe Stunde war ich da alt.

Auf der nackten, knochigen Brust meines Papa hab ich dann unter einer warmen Decke gelegen und meine sogenannten Käseschmiere an ihm abgerieben.

Obwohl ich 9 Monate durch eine komische Schnur die an einem Loch in der Mitte meines Körpers befestigt war, ernährt wurde, wusste ich trotzdem instinktiv, dass ich mit meinem Mund irgendwas suchen muss und daran nuckeln und so wird Nahrung für mich erscheinen.

Das dies nicht von meinem Papa geht, wusste ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht, also suchte ich und bewegte mich auf der Brust meines Papas hin und her, dass er Angst hatte ich würde runterroben. Irgendwann nach ca. 30 Minuten kam meine Mama, die haben ihr wohl den Bauch wieder zugemacht, aus dem ich gewaltsam und nicht freiwillig gekommen bin. Da ich den Herzschlag kannte, fühlte ich mich auf der Brust wohl und suchte wieder, fand das Gesuchte und beruhigte mich erstmal.

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