Tag 633, Hatschi, hatschi

Heute nacht hat es ganz schön gestürmt und gewindet und komischen Eisregen gegeben. Bin dadurch um kurz vor acht mal wieder aufgewacht und als er auf dem Weg nach oben zu mir war, hab ich schon gehört. 

Hatschi, hatschi, hatschi 

Jetzt hab ich es geschafft und ihn angesteckt, dass er sich aber auch nicht halten kann, wenn ich schon krank bin, jetzt muss sich die Mama mal wieder um uns alle kümmern. 

Vormittag haben wir Papier und Kartons zerrissen und uns fertig gemacht für die Tour. Geregnet hat es nicht, kalt war es nur. Gegen Mittag daheim und da die Mama da war, mit ihr gegessen. Er war irgendwo rumgelegen und vegitiert vor sich hin, vermutlich.

Nachmittagsschlaf wurde unsanft beendet und nun grantel ich im Wohnzimmer vor mich hin und werde bald rausgehen.

Wetter ist windig und kalt und komischer Eisregen, bleibt aber nix liegen.

Nachdem ich mich erstnoch voll gesaut hab mit Wasser aus der Flasche, aus der ich eigentständig trinken kann, umgezogen wurde, sind wir um viertel nach sechs raus. Da ich den Weg bestimmen durfte, gingen wir über den Sportplatz zum Tunnel, dann links, über die Strasse Richtung Fluss und wurden dann dort von einem Biber, nein was sag ich, drölf Bibern angegriffen, die da am anderen Bachufer gemütlich an Bäumen genagt haben, uns gesehen, sich gedacht wir stehlen ihnen die Bäume um sie zu verheizen und dann in Windeseile eine Brücke gebaut haben, eigentlich unlogisch da die ja schwimmen können, aber sie haben die Brücke auf jeden Fall gebaut, sind da rüber zu unserer Seite und haben uns mit Stöcken und Speeren und lautem Kampfgeschrei verfolgt. Hui, sind wir schnell gelaufen, haben uns gar nicht mehr umgedreht und dann nur noch ein lautes und dröhnendes Lachen gehört und dann nichts mehr. 

Sind noch ein paar hundert Meter weiter und dann umgedreht und ganz leise und schnell die Stelle am Bach umgangen. Als wir dann die Strasse wieder überqueren wollten, hat plötzlich ein Auto angehalten, vermutlich haben die Insassen den langen Bart vom Papa gesehen und gedacht, dass ist ja der Karim Bruder. Mich haben sie vermutlich gar nicht gesehen, auf jeden Fall hat das Auto angehalten, wir sind weiter in dem Glauben, dass es ja nicht unser Belang ist, warum die anhalten und als dann das Auto gehupt hat, sind wir kurz zurück, obwohl wir schon weiter waren, haben uns erkundigt was denn ist und wurden unsererseits gefragt, ob die Insassen uns helfen können, ja irgendwie eigentlich nur ob sie ihm helfen können. Der Hatschi meinte dann nur, nein ist alles gut, danke, fahr ja mit der hochwohlgeborenen in der Gegend rum und als Antwort kam, ich vermute immer noch dass ich nicht gesehen wurde, obwohl die Stirnlampe ja auf mich gerichtet war, naja, auf jeden Fall war die Antwort, dass es bald schlimm regnet und er uns, also ihn, heimfahren kann.

Hat er sich nicht zweimal sagen lassen, ist eingestiegen, hat mich noch schnell an die Anhängekupplung gehängt und dann wurden wir heimgefahren. Freundlich bedankt und hoch zur Mama die schon mit dem Abendessen auf uns gewartet hat. Gemütlich abendgegessen, lustige Geschichten der Biber erzählt

und dann nach Spass und Spiel ins Bett.

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